LeoVegas legt formell EU-Klage gegen Italien ein

LeoVegas geht gegen italienisches Werbeverbot vorLeoVegas hat das bevorstehende italienische Generalverbot für Werbung mit Glücksspielbezug als Schritt in die falsche Richtung bezeichnet. Der Onlinecasino-Betreiber ist sogar so weit gegangen, förmlich Beschwerde bei der Europäischen Kommission einzureichen. Dabei handelt es sich nicht um das erste Mal, dass der Betreiber seine Unzufriedenheit über das Inkrafttreten des Verbots, das ab dem 1. Januar gelten soll, zum Ausdruck gebracht hat.

Das „Dekret der Würde“ (Decreto Dignità) verbietet landesweit effektiv alle Formen von Werbung, die im entferntesten Zusammenhang mit Glücksspielaktivitäten stehen, in Rundfunkmedien aller Art. LeoVegas brachte seine Sorge über das Verbot zum Ausdruck und geht sogar so weit, das Dekret des Verstoßes gegen EU-Recht zu beschuldigen.

Niklas Lindahl, Vertreter von LeoVegas und Landesmanager des Unternehmens in Italien, sagte, dass der Betreiber gerne mit der italienischen Regierung zusammenarbeite, um in Bezug auf Glücksspielaktivitäten zeinen Ansatz zu formulieren, der verantwortungsbewusstes Glücksspiel fördert und die einheimische Wirtschaft nicht schädigt.

In seiner Klage bei der Europäischen Kommission zitiert LeoVegas eine Empfehlung der Europäischen Kommission, wonach die Kommission anerkennt, dass Glücksspielwerbung notwendig ist, da sich legale Glücksspielunternehmen dadurch von jenen auf dem Schwarzmarkt unterscheiden können. Im Wesentlichen ermöglicht es Spielern, zwischen lizenzierten und nicht lizenzierten Betreibern zu unterscheiden, was die Sicherheit der Spieler auf ausschlaggebende Weise fördert.

Betriebsmöglichkeiten stark eingeschränkt

Das Unternehmen erklärte außerdem, dass ein vollständiges Werbeverbot eine grobe Verletzung der Artikel 56 und 57 des Vertrages zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft darstelle. LeoVegas hat in seiner förmlichen Klage auch darauf hingewiesen, dass der geplante Schritt der italienischen Regierung den Marktzugang für Betreiber aus benachbarten Märkten einschränke, da es für diese nicht mehr lohnend erscheinen würde, einen Zugang zum Markt zu suchen, wenn der Betrieb dort so stark eingeschränkt und ihnen eine der wichtigsten Ressourcen, die Werbung, genommen würde.

Lindahl äußerte sich auch zu der Tatsache, dass die italienische Regierung sich auch grundsätzlich keines Besseren belehren lassen wollte. Er sagte, der Betreiber habe der italienischen Regierung bei verschiedenen Gelegenheiten eine Zusammenarbeit angeboten, da es wichtig sei, gemeinsam an einer verantwortungsvollen Lösung zu arbeiten.

Quellen:

http://www.igamingbusiness.com