Regulierungsbehörde bestraft Betsson mit hoher Geldbuße

Betsson wurde von einer niederländischen Regulierungsbehörde mit hohem Bußgeld bestraft.Betsson, Online-Casino und Glücksspielanbieter aus Malta, hat bestätigt, dass einer seiner Tochtergesellschaften eine massive Geldstrafe auferlegt wurde, weil er angeblich niederländischen Spielern ohne die erforderliche Lizenz oder Erlaubnis der zuständigen Glücksspielbehörde Glücksspiele angeboten hat.

Die Betsson-Tochter Corona Limited wurde von der niederländischen Glücksspielregulierungsbehörde Kansspelautoriteit mit einer Geldbuße in Höhe von 300.000 Euro bestraft. Dies ist nicht das erste Mal, dass die niederländische Regulierungsbehörde ein Bußgeld in dieser Größenordnung gegen einen Betreiber verhängt, der die gnadenlosen Gesetze der Region nicht einhält.

Die Zulassungen fehlten

Betsson übernahm Corona Ltd im Jahr 2014, als sich herausstellte, dass die niederländische Online-Glücksspielindustrie vor neuen Regulierung stand. Corona besitzt die Casino-Marke Oranje sowie die Marke Kroon Casino. Beide Marken konzentrieren sich ausschließlich auf niederländische Kunden.

Andere Glücksspielunternehmen, die der Betsson-Gruppe gehören und von ihr kontrolliert werden, wurden Berichten zufolge ebenfalls untersucht, es wurden jedoch keine Regelverstöße festgestellt. Die Marke hat in einer Presseerklärung bestätigt, dass derzeit diskutiert wird, ob die Gruppe gegen die Geldbuße und die Entscheidung der niederländischen Regulierungsbehörde Einspruch erheben wird.

Keine Lizenz nach den neuen Regulierungen

Eine lokale Medienseite hat in der Zwischenzeit darauf hingewiesen, dass, falls die Entscheidung der Aufsichtsbehörde durch das Berufungsverfahren nicht erfolgreich angefochten wird, Betsson möglicherweise nicht berechtigt ist, seine Lizenz zu erneuern, wenn die neuen Marktregulierungen durchgesetzt werden.

Der Prozess, den Markt neu zu regulieren, wurde als langsam und langwierig beschrieben und ist ein frustrierender Prozess für viele Betreiber und andere Industrieunternehmen. Das neue Lizenzierungsverfahren, das es privaten Betreibern ermöglichen wird, niederländischen Bürgern Online-Dienste anzubieten, sollte bereits im Jahr 2015 fertig sein, jedoch ist noch kein Ende in Sicht.

Berichte deuten darauf hin, dass die niederländischen Gesetzgeber erwarten, dass der Prozess erst Anfang 2020 abgeschlossen sein wird.

Es wurden schon höhere Bußgelder verhängt

Eine Geldbuße von 300.000 Euro klingt zwar schon hoch, es ist jedoch nicht die höchste, die von der holländischen Aufsichtsbehörde auferlegt wurde. Anfang dieses Jahres wurde der deutsche private Betreiber Bet-at-Home mit einem Bußgeld von 400.000 Euro für eine ähnliche Straftat bestraft.

Mehrere Betreiber sind über das Monopol der Behörde Kanspelautoriteit frustriert.

Quelle:

http://www.casinonewsdaily.com/2018/08/24/gambling-watchdog-slams-six-figure-fine-on-netherlands-facing-betsson-subsidiary/